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Der DRK-Suchdienst

Deutschland. Nachkriegszeit. Ein Mann betrachtet eine Wand mit den Bildern von Vermissten.
Thailand. Dezember 2004. Eine Frau betrachtet eine Wand mit den Bildern von Vermissten der Tsunami-Katastrophe.

Der Suchdienst des Roten Kreuzes wurde im Jahre 1945 gegründet, um nach dem Krieg Auskünfte über vermisste, verschleppte und vertriebene Menschen zu geben und sie wieder mit ihren Familien zusammenzuführen. Auch wenn die Arbeit des Suchdienstes besonders durch den 2. Weltkrieg und die Nachforschung nach Zivil- und Kriegsgefangenen geprägt wurde, ist er auch heute noch aktiv. Katastrophen und Konflikte im Ausland führen dazu, dass Familien auseinander gerissen werden. Der Weg über das Rote Kreuz ist oft die einzige Möglichkeit, miteinander Nachrichten auszutauschen. So konnten seit der Gründung vor 60 Jahren vom Suchdienst mehr als 16 Millionen Menschen zusammengeführt werden. Pro Jahr übermittelt der DRK-Suchdienst 5.000 bis 8.000 sogenannte "Rotkreuznachrichten" zwischen Menschen in Konflikt- und Katastrophengebieten in aller Welt und ihren Angehörigen in Deutschland. Es ist oft die einzige Möglichkeit für die getrennten Familien, Kontakt zu halten. 

Auch sonst ist der Suchdienst auf dem Gebiet der Familienzusammenführung tätig. Er berät ausreisewillige Deutsche in Ost- und Südosteuropa und die in Deutschland lebenden Verwandten gemäß des Bundesvertriebenengesetzes. Darüber hinaus leistet er Hilfs- und Beratungsdienste über die Gewährung von individuellen Hilfen an bedürftige Deutsche in Ost- und Südosteuropa.

Das Deutsche Rote Kreuz unterhält in Hamburg und München zwei Suchdienststellen. Auch auf der Ebene der Landesverbände und der Kreisverbände wurden sogenannte Landes- und Kreisauskunftsbüros gebildet. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten hier humanitäre Hilfe. Die Betroffenen werden registriert, um getrennte Familien bei Konflikten und Katastrophen wieder zusammenzuführen.

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