Vor Ort in Sierra Leone verstärkt und erweitert das DRK eine bereits von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften betriebene Behandlungsstation für Ebola-Kranke. In Liberia (Monrovia) bereitet das DRK aktuell mit personeller und logistischer Unterstützung der Bundeswehr die Inbetriebnahme einer weiteren Behandlungsstation vor. Zusätzlich unterstützt das DRK die nationalen Rotkreuzgesellschaften der von Ebola betroffenen Länder. Was macht das DRK aktuell? Das DRK schickt jetzt für den Auf- und Ausbau der Behandlungsstation Hilfsgüter wie Behandlungszelte, Stromgeneratoren, Chlor zur Desinfektion und Klimaanlagen nach Sierra Leone. Weitere Hilfsflüge für Liberia sind in Planung. Das DRK hatte am 8. Oktober jeweils ein Erkundungsteam (Field-Assessment) nach Liberia und nach Sierra Leone entsandt, um wesentliche Informationen für die konkreten weiteren operativen Schritte zu ermitteln. Die Erkundungen sind nun abgeschlossen, die Teams sind nach Hause zurückgekehrt. Aufbauend auf den Erkenntnissen der Erkundungsteams werden die Hilfen nun konkret vorbereitet und umgesetzt:
- In Sierra Leone wird ab sofort das von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften betriebene Ebola-Behandlungszentrum in Kenema vom DRK erheblich unterstützt und von derzeit 20-30 Betten auf zunächst 60 und möglicherweise bis zu 100 Betten ausgebaut. Drei DRK-Helfer befinden sich bereits vor Ort im Einsatz, der Kinderarzt und DRK-Helfer Professor Joachim Gardemann hat die Leitung des Behandlungszentrums übernommen.
- In Liberia (Monrovia) wird das DRK Mitte November ein Behandlungszentrum übernehmen, das derzeit von der Weltgesundheitsorganisation WHO baulich fertiggestellt wird. Das DRK wird die medizinische Ausstattung für dieses Krankenhaus liefern und mit personeller Unterstützung durch die Bundeswehr betreiben. Die ersten drei (medizinischen und technischen) Helfer des DRK sind am 26.10. nach Liberia in den Einsatz geflogen, um die Öffnung vorzubereiten, drei weitere fliegen in der ersten Novemberwoche. Zwei Hilfsflüge mit dringend benötigtem Material zur Ausstattung der Behandlungsstation starten Anfang November.
- Das DRK unterstützt die Aktivitäten der nationalen Rotkreuzgemeinschaften zur Stärkung der lokalen Gesundheitsstrukturen (Case Tracking, sachgerechte Bestattungen und Aufklärungs- bzw. Präventionsmaßnahmen) In Intensivkursen in Würzburg werden weitere Freiwillige auf ihren Einsatz vorbereitet. Diese Kurse werden vom DRK in Zusammenarbeit mit dem Missionsärztlichen Institut und der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg ausgerichtet. Auf dem Lehrplan des zweitägigen Kurses stehen insbesondere der richtige Umgang mit der Schutzausstattung, mit Mitteln und Wegen der Desinfektion oder dem Patientenscreening. Das Kurrikulum wurde von Ärzte ohne Grenzen (MsF) entwickelt und dem DRK zur Verfügung gestellt.
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