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Rotes Kreuz im Ersten Weltkrieg:

Opfer an der Front und in der Heimat

Acht Wochen vor den Schüssen von Sarajewo, die den Ersten Weltkrieg auslösten, war in Hamburg ein „Rot-Kreuz-Tag“ gefeiert worden, an dem die Damen ihre „Sammel- und Werbetätigkeit einen langen und heißen Tag über ausgeübt hatten“. Die Presse nahm das Ereignis aufmerksam zur Kenntnis: „Da werden Büchsen gezählt, Postkarten sortiert, Künstlerkarten nach Originalen von Prof. Lutteroth, H. Kaufmann jun. und anderen, Serien aus Alt-Hamburg mit entzückenden Landschaften, Dielen, die noch nie erschienen. Eichenblätter mit Rot-Kreuz-Abzeichen werden geordnet; Fähnchen gibt es von 1 Mk. an und ein ganz Apartes, für das der glückliche Käufer 10 Mk. zahlt, der dann nicht weiter besammelt werden darf.“

Kinos stellten große Kontingente von Freikarten zur Verfügung, und Geschäfte dekorierten ihre Schaufenster mit den Emblemen des Roten Kreuzes und trugen damit zum Erfolg bei. Als man am Ende des Tages Bilanz machte, waren 137.000 Mark zusammengekommen.

Abends folgte ein Ball bei Sagebiel, zu dem - wie der Reporter vom „Hamburger Fremdenblatt“ notierte - es „all die weiß beschuhten kleinen und aller kleinsten Füße, denen nicht die mindeste Ermüdung anzumerken war“, sehr eilig hatten, nicht den ersten Tanz zu versäumen.

„Die frischen Gesichter glühten vor Lebenslust und man konnte seine Freude daran haben, wie graziös und mit welchem durch die harte Tageszeit nicht geschwächten Eifer die jungen Damen das Vertrauen zu rechtfertigen bemüht waren, das die Veranstalter des Rot-Kreuz-Tages in sie gesetzt hatten.“

In die Euphorie, die solche Erfolge bei den Aktiven der verschiedenen Rotkreuz-Vereinigungen auslöste, mischte sich die Angst vor der sich zuspitzenden politischen Lage. Gleich nach dem Ausbruch des Krieges machten sich eklatante Versorgungsmängel bemerkbar, die sich von Monat zu Monat verschärften. Offenbar hatten die Militärs und Regierungen im Reich nicht mit einer über wenige Wochen hinausgehenden Kriegsdauer gerechnet.

Das steigerte die Unzufriedenheit in der Hamburger Bevölkerung. Obwohl eine „Vertrauenskommission“ aus Vertretern des Senats und der Bürgerschaft Nahrungsmittelbestände aufkaufte und im Freihafen einlagerte, war die Versorgung in Hamburg bald ebenso mangelhaft wie im übrigen Reich. Besonders in den Wintermonaten herrschte bittere Not, hauptsächlich bei den unteren Schichten, die weder auf Vorrat, noch zu Schwarzmarktpreisen kaufen konnten. 1916 wurden angesichts des Kohlenmangels sogenannte Wärmehallen und Kriegsküchen eröffnet.

Viele ehrenamtliche Helfer, auch des Roten Kreuzes, gaben im Steckrübenwinter 1916/17 monatlich bis zu sechs Millionen Liter Suppe aus. Der Hamburger Historiker Werner Jochmann schreibt dazu: „Das überforderte auch die ehrenamtlichen Helfer, die selbst unter Entbehrungen litten und sich der Erkenntnis nicht verschließen konnten, dass das Elend trotz aller Anstrengungen wuchs, weil die ausgegebenen Portionen den Hunger der Menschen nicht mehr stillen konnten, zumal auch die Qualität des Essens immer schlechter wurde.“

Andererseits rückte die Hamburger Bevölkerung bei aller Unzufriedenheit mit den politischen und sozialen Verhältnissen enger zusammen. Das Hamburger Rote Kreuz hatte allen Grund, die Opferfreudigkeit und Hilfsbereitschaft der hamburgischen Bevölkerung trotz der schweren Kriegslasten zu loben. Daß es sie als „Ruhmesblatt in der Geschichte dieser großen Zeit“ bewertete und die Parole ausgab „Durchhalten bis zu endgültigen Sieg“ verbürgt allein Deutschlands gesicherte Zukunft und dauernden Frieden mag vielen missfallen haben. Aber die Terminologie entsprach dem Zeitempfinden, das die Zeichen der Zeit nicht zu deuten verstand.

Und ein Ausdruck des Zeitempfindens war es sicher auch, dass das Rote Kreuz in Hamburg, als schon Schlachten geschlagen und der Krieg verloren war, Zuschüsse gab, um die Geburtstagsfeier für den Kaiser würdig zu gestalten. Das Hamburger Rote Kreuz war bereits zu Beginn des Krieges die Gemeinschaft der im Hamburgischen Landesverein vom Roten Kreuz zusammengeschlossenen Organisationen: Der Vaterländische Frauen-Hülfs-Verein, die Hamburger Kolonne vom Roten Kreuz, die Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger und der Schwesterverein der Hamburgischen Staats-Krankenanstalten.

Diese Vereinigungen hatten sich schon in Friedenszeiten dem Landesverein angeschlossen und ihre Vertreter in den Gesamtvorstand entsandt. Es war aber verabredet worden, dass die Landesvereine ihre Mitgliederorganisationen am „langen Zügel“ laufen lassen und ihre eigenen Aktivitäten erst im Kriegsfall voll entfalten wollten.

Bei den kolonialen Konflikten im Transvaal-Krieg, dem Südafrika-Feldzug und der China-Expedition war das bereits geschehen. Die Herausforderungen, die der Weltkrieg an das Rote Kreuz stellte, waren ungleich härter als die der lokalen Konflikte. Zwar blieben die einzelnen Vereine auch jetzt selbständig, aber der Paragraph 5 der Vorschrift bestimmte, dass die dienstlichen Verhältnisse während der Kriegsdauer durch einen vom Kaiserlichen Kommissar und Militär-Inspekteur der freiwilligen Krankenpflege ernannten Territorialdelegierten geregelt werden sollten.

Die für das Hamburger Rote Kreuz wichtige Finanzwirtschaft war ebenfalls für die Dauer des Krieges zentralisiert worden: Sämtliche einlaufenden Beträge wurden vom Landesverein verwaltet und er hatte auch für die Aufwendungen einzustehen - immerhin ein Gesamtvolumen von rund 550.000 Mark. Dem Hamburgischen Landesverein vom Roten Kreuz war gleich zu Beginn des Krieges ein erweiterter geschäftsführender Ausschuss angegliedert worden, der sich aus Vertreterinnen des Vaterländischen Frauen-Hülfs-Vereins, aus Vertretern der Hamburger Kolonne vom Roten Kreuz und aus zwei leitenden Mitarbeitern der Medizinal-Behörde zusammensetzte.

Dieses Gremium war gegründet worden, weil die vielfältigen kriegsbedingten Aufgaben die Organisation in ihrer herkömmlichen Struktur überforderten. Während des ganzen Krieges spielte die freiwillige Krankenpflege im Roten Kreuz eine dominierende Rolle. Da viele der bisher in diesem Dienst tätigen Männer an der Front kämpften oder in kriegswirtschaftlichen Betrieben arbeiteten, musste das „Etappen- und Heimatpersonal“ die fehlenden Kräfte ersetzen.

Das Kriegsministerium hatte zudem verfügt, dass alle freiwilligen Krankenträger im Pflegedienst zu unterrichten seien. Damit war es möglich, die dem Roten Kreuz zugewiesenen Aufgaben trotz der Personalknappheit zu erfüllen. 120 Betten des Vereinshospitals waren den Militärbehörden einschließlich ärztlicher Versorgung, Pflege und Beköstigung ohne finanzielle Gegenleistung für die Aufnahme von Verwundeten zur Verfügung gestellt worden. Allein dafür wurden in der Kriegszeit jährlich über eine Viertelmillion Mark ausgegeben. Darüber hinaus wurden erhebliche finanzielle Mittel aufgewandt, persönliche Wünsche Verwundeter zu erfüllen oder um den Lazaretten Musikinstrumente, Bücher und Spiele zur Verfügung zu stellen.

Der Vaterländische Frauen-Hülfs-Verein konzentrierte sich im Wesentlichen darauf, Helferinnen und Hilfsschwestern für die Krankenhäuser und Lazarette auszubilden. Im Dezember 1917 hatte der Verein einschließlich der Lern- und Hilfsschwestern 274 Frauen im Einsatz. Außerdem betreute der Hülfs-Verein den Hannoverschen Bahnhof, auf dem in der Schlussphase des Krieges monatlich zehn bis zwölf Lazarettzüge ankamen, die durchschnittlich 80 Verwundete und Kranke in die Heimat zurückbrachten.

An diesen Transporten war der Hamburgische Landesverein mit drei eigenen Vereinslazarettzügen beteiligt, die bis gegen Ende des Krieges etwa 300 Reisen absolvierten. Eine der wichtigsten Außenstationen war der Dienst des Roten Kreuzes auf dem Hauptbahnhof. Zwar liefen gegen Ende des Krieges die meisten Truppentransporte über den Hannoverschen Bahnhof, aber die Zahl der einzeln reisenden Soldaten hatte auf dem Hauptbahnhof gewaltig zugenommen und lag bei insgesamt etwas unter 400.000.

Lebensmittel waren angesichts der schlechten Versorgungslage kaum zu verteilen, aber heißer Kaffee, Tee und bescheiden belegte Brote waren immer irgendwo aufzutreiben. Für Verwundete und deutsche Austauschgefangene verfügte das Hamburger Rote Kreuz sogar über Quellen für die Beschaffung von Zigarren und Zigaretten. Schließlich machte es sich das Hamburger Rote Kreuz zur Aufgabe, den vielen Soldaten, die in den durcheinander geratenen Fahrplänen der Reichsbahn keine Abendanschlüsse mehr fanden, eine Schlafstelle anzubieten.

Einer der Helfer schilderte, wie überzeugend der Einsatz war: „Ich erinnere mich besonders eines Tages, wo etwa gegen fünf Uhr nachmittags die Meldung eintraf, dass von acht Uhr abends bis zum nächsten Morgen alle zwanzig Minuten ein Transport von annähernd tausend Leuten eintreffen würde, die sämtlich warm zu verpflegen seien. Nur wenige Stunden blieben übrig, um die notwendige große Zahl von Hilfskräften zu alarmieren und die entsprechenden Vorräte zu beschaffen. Pünktlich um die angegebene Stunde traf der erste Transport ein, und ebenso pünktlich stand die gewünschte warme Verpflegung zur Verfügung.“

Später reichte diese Hilfe nicht mehr aus. Immer mehr Verwundete mussten von der Westfront zurück transportiert und versorgt werden. Viele von ihnen wurden vom Roten Kreuz auf Hamburger Lazarette verteilt, und am Bahnhof selbst wurde ein Verbandzimmer mit ärztlicher Betreuung eingerichtet. Ohne den Einsatz des Roten Kreuzes wäre der Ansturm nicht zu bewältigen gewesen, und alle Berichte aus der Zeit meldeten übereinstimmend, nie sei „ein Erlahmen der jederzeit hülfsbereiten Arbeitsfreudigkeit“ zu bemerken gewesen.

Nur so konnte es gelingen, den Abtransport eines Zuges mit 250 Verwundeten in nur einer Stunde zu bewältigen. Das Rote Kreuz ließ in aller Eile geeignete Autos zu Krankenfahrzeugen umbauen; denn die vorhandenen städtischen Krankenfahrzeuge reichten bei weitem nicht mehr aus. Erst in den letzten Kriegsmonaten beschränkten die Militärbehörden die Zuteilung von Benzin und Reifen so drastisch, dass die Dienste erheblich reduziert werden mussten.

Grundsätzlich war es ohnehin die Aufgabe der Militärbehörden, Verwundetentransporte zu organisieren, aber das Hamburger Rote Kreuz hielt es für richtig, sich hier zu engagieren, und es trug auch die damit verbundenen Kosten. Eine spezielle Abteilung des Roten Kreuzes betrieb die Hamburger Lazarettzüge und rüstete diese Züge auch dem damaligen Stand der Medizin entsprechend vorbildlich aus. Dabei machte man sich die Erfahrungen zunutze, die große Hamburger Reedereien, wie die Hapag und die Woermann-Linie, mit Hospitälern auf ihren Passagier- und Frachtschiffen gesammelt hatten.

Der größte Teil der Rotkreuz-Ausgaben während des Krieges waren die Aufwendungen für Lazarette. Bereits vor Ausbruch des Krieges hatte sich der Vaterländische Frauen-Hülfs-Verein verpflichet, sein Vereinshospital am Schlump im Kriegsfall für die kostenlose Aufnahme und Behandlung von Verwundeten einzusetzen. Darüber hinaus hatte das Hamburger Rote Kreuz zusätzliche Lazarette in der Kunstgewerbeschule, in der Navigationsschule, in der Isolierstation am Heußweg und im staatlichen Technikum eingerichtet. Am Betrieb anderer Lazarette, hauptsächlich des Marine-Lazaretts auf der Veddel, hatte sich das Hamburger Rote Kreuz finanziell beteiligt.

Und noch eine wichtige Aufgabe verdient Erwähnung: Am Neuen Wall, in der Zentrale des Hamburger Landesvereins, war eine Auskunftsstelle eingerichtet worden, bei der nicht nur Soldaten, sondern auch die Zivilbevölkerung Erkundigungen einholen konnte: „Lebenshilfe“ im weitesten Sinn des Wortes. „Es gibt wohl kaum ein einziges Gebiet,“ hieß es in einem Jahresbericht, „auf dem nicht vom Roten Kreuz erwartet wird, dass es mit Rat helfend einzugreifen vermag.“ Und die Mitarbeiter, die dort rund um die Uhr nach bestem Wissen und Gewissen Auskunft erteilten, lobte der Bericht: „Es genügt nicht, dass sie über militärische Einrichtungen oder das Sanitätswesen, den Verwundetentransport oder die Lazarette, nach jeder Richtung hin im Bilde sind, man erwartet vielfach von ihnen, dass sie auch auf dem Gebiete der Rechtsprechung und des allgemeinen Fürsorgewesens, wie in allen Fragen des alltäglichen Lebens beschlagen seien.“

Diese Zentrale, die durch einen Ausschuss zur Unterstützung Kriegsgefangener Deutscher initiiert worden war, stellte auch Nachforschungen über das Schicksal von Vermissten an. Es war der Beginn des Suchdienstes, der später noch einmal eine so überragende Bedeutung in der Arbeit des Roten Kreuzes haben sollte. In einem anderen Aufgabenfeld, das gerade heute wieder aktuell ist und auch das Rote Kreuz vor schwer lösbare Probleme stellt, sammelte die Organisation im Ersten Weltkrieg wichtige Erfahrungen: Als die ersten Flüchtlingsströme aus Ostpreußen, Belgien und anderen Gebieten in Hamburg eintrafen, sorgte das Rote Kreuz im Johanniskloster am Klosterwall zunächst einmal dafür, den Menschen etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf verschaffen.

Die verschiedenen unter dem Zeichen des Roten Kreuzes arbeitenden Organisationen bewahrten bei aller Bereitschaft, im Interesse gemeinsamer Zielsetzungen enger zusammenzurücken, ein hohes Maß an Eigenständigkeit. Es scheint, als habe die Organisationsform relativ kleiner, überschaubarer Gruppen, in denen man einander kannte und vielleicht sogar befreundet war, dem Gedanken Henry Dunants gerade in der Bewährung der Kriegszeit wesentliche Impulse gegeben. Die Opfer, die an die Front zu bringen waren, beflügelten die Einsatzbereitschaft derer, die sich dem Gedanken des Roten Kreuzes verschrieben hatten.

Der Vaterländische Frauen-Hülfs-Verein schickte einen Teil seiner Schwestern an die Front in den Osten und nach Frankreich, wo sie in Kriegs- und Seuchenlazaretten arbeiteten oder selbst Barackenlazarette in Wellblechhütten aufbauten. Selbst ältere Schwestern scheuten nicht davor zurück, ihren Dienst unter höchst schwierigen Bedingungen in Behausungen ohne Heizung und Beleuchtung zu tun. Als sich die Oberin im Juli 1915 auf den Weg machte, um ihre Schwestern im Osten zu besuchen, schreckte sie nicht davor zurück, acht Stunden lang im strömenden Regen auf einer Ladung Dachpappe sitzend, in einem offenen Bahnwagen zu zubringen, um ihr Ziel zu erreichen.

Im Krieg machte es sich bezahlt, dass der Vaterländische Frauen-Hülfs-Verein schon in den Jahren davor regelmäßig gut besuchte Kurse für freiwillige Pflegerinnen abgehalten hatte. Diese Frauen konnten jetzt als gut ausgebildete Hilfsschwestern in staatlichen Krankenhäusern oder Reservelazaretten eingesetzt werden. Auch für diejenigen, denen die Front erspart blieb und die ihre Pflicht in der Heimat erfüllten, war es eine schwere und risikoreiche Aufgabe. Einige starben an einer schweren Grippe-Epidemie, die im Herbst 1918 ausbrach. Als auf einigen Stationen alle Schwestern gleichzeitig erkrankten, sprangen sogar die Vorstandsdamen des Frauenvereins für sie ein, um die Arbeit fortzusetzen, so gut es ging.

Durch die Arbeit, die das Hamburger Rote Kreuz im Ersten Weltkrieg leistete, ist die Organisation zum erstenmal in das Bewußtsein einer breiten Öffentlichkeit gedrungen. Wie die Dinge lagen, war der Einsatz der Frauen und Männer, die ihre Kräfte unter dem international respektierten Zeichen des Roten Kreuzes versammelt hatten, im Alltag der Hansestadt gar nicht zu übersehen. Den nachhaltigsten Effekt aber hatte das Rote Kreuz mit der „allgemeinen Liebesgaben-Versorgung.“ Die Hauptabnahmestelle für Liebesgaben befand sich im Zippelhaus.

Dort trafen alle Anforderungen von der Front ein, und dorthin wurden alle vom Roten Kreuz angekauften oder gesammelten Warenvorräte geliefert. Innerhalb weniger Stunden wurden oft ganze Waggonladungen zusammengestellt. Der Frauen-Hülfs-Verein hatte im Naturhistorischen Museum am Hauptbahnhof eine eigene Annahmestelle eingerichtet, von der aus in erster Linie die Hamburger Lazarette mit Liebesgaben versorgt wurden. Der Stoßseufzer eines Hamburger Rotkreuz-Mannes mag die Situation beleuchten: „Wenn ich Ihnen sage, dass alleine für die hiesigen Lazarette wöchentlich etwa 50.000 Zigarren benötigt werden, so können Sie sich einigermaßen eine Vorstellung machen von den Wünschen, die das Roten Kreuz in Hamburg zu erfüllen hat.“

Weniger spektakulär aber für die psychische Betreuung äußerst wichtig war die Arbeit des vom Landesverein ins Leben gerufenen Hamburgischen Ausschusses für Kriegsbüchereien, der die Soldaten nicht nur mit Büchern, sondern auch mit Heften, Zeitschriften und Bildern versorgte.

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