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Bundesweiter Rotkreuz-Fackellauf: Übergabe auf dem Rathausmarkt Hamburg

Als „Licht der Hoffnung“ geben Rotkreuz-Kräfte eine Fackel von Bundesland zu Bundesland weiter. Nach der Tournee durch ganz Deutschland wird sie dann im italienischen Solferino ankommen. Rotkreuz-Kräfte aus Bad Segeberg haben die Fackel gestern am späten Nachmittag auf dem Hamburger Rathausmarkt an das DRK Hamburg überreicht.

Mit einem Fackellauf nach Solferino in Italien erinnert das Rote Kreuz an seine Ursprünge. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beteiligt sich: Unter dem Motto „Licht der Hoffnung“ tragen Rotkreuz-Kräfte eine Fackel durch Deutschland. Gestern am späten Nachmittag übergaben Einsatzkräfte des DRK Bad Segeberg aus Schleswig-Holstein die Fackel vor dem Hamburger Rathaus an ehrenamtliche Rotkreuz-Helferinnen und –Helfer sowie Rotkreuz-Schwestern aus Hamburg. „Als ‚Licht der Hoffnung‘ tragen wir nicht nur eine Fackel durch Länder und Regionen. Diese Aktion symbolisiert auch unseren obersten Rotkreuz-Grundsatz Menschlichkeit, dafür setzen wir uns als Rotes Kreuz besonders auch in diesen herausfordernden Zeiten weltweit ein. Der Fackellauf zeigt zudem eindrucksvoll, wie lebendig und verbindend die Rotkreuz-Gemeinschaft ist“, sagte Hamburgs Rotkreuz-Präsident Dr. Michael Labe. Er nahm die Fackel für das DRK Hamburg entgegen und reichte sie noch vor Ort an die Oberin der DRK-Schwesternschaft Hamburg und Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Hamburg, Marion Harnisch, weiter. „Was ich an dieser Übergabe besonders schätze, ist ihre Symbolkraft: Wir tragen das Licht der Hoffnung gemeinsam weiter. Gleichzeitig zeigen wir damit die Vielfalt unserer Rotkreuzgemeinschaft – vom Jugendrotkreuz über die Rotkreuz-Wasserwacht, der Rettungshundestaffel und den Bereitschaften bis hin zu den Schwesternschaften. Gemeinsam stehen wir hier und heute für das, was das Deutsche Rote Kreuz ausmacht“, so Marion Harnisch. In der Hansestadt gibt die DRK-Schwesternschaft die Fackel nun an die Hamburger Kreisverbände. Und nach einer knappen Woche wollen Ehrenamtliche des Hamburger Roten Kreuzes die Fackel nach Bremen bringen. Ziel der DRK-Aktion: das „Licht der Hoffnung“ soll rechtzeitig zur „Fiaccolata“, der internationalen Gedenkveranstaltung zum Ursprung der Rotkreuzidee, in Italien ankommen.

Die Route des Fackellaufs kann über eine Landingpage unter https://www.drk.de/newsroom/fiaccolata/ verfolgt werden. Die Fiaccolata wird seit 1992 vom Italienischen Roten Kreuz organisiert. Bei der mehrtägigen Gedenkveranstaltung rund um den Fackelzug von Solferino in die nahegelegene Kleinstadt Castiglione delle Stiviere kommen jährlich Tausende aus dem Roten Kreuz aus der ganzen Welt zusammen, um an die Anfänge der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zu erinnern. Im Jahr 1859 reiste der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant durch Italien und wurde Zeuge der Folgen der Schlacht von Solferino. Er erlebte das Leid der verwundeten Soldaten und setzte sich dafür ein, deren Versorgung zu organisieren. Seine Eindrücke verfasste er als „Eine Erinnerung an Solferino“. Darin formulierte Dunant die Vision, neutrale Hilfsgesellschaften für Verwundete zu gründen. 1863 fand die erste Genfer Konferenz statt, auf der die Gründung solcher Gesellschaften beschlossen wurde. Kurz darauf entstand mit dem württembergischen Sanitätsverein im Königreich Württemberg die erste nationale Rotkreuzgesellschaft weltweit.