Das Deutsche Rote Kreuz in Hamburg beteiligt sich am Samstag an der dreitägigen Übung Red Storm Charlie. Gemeinsam mit der Bundeswehr, Behörden, anderen Hilfsorganisationen und Unternehmen trainiert das DRK die Zusammenarbeit in komplexen Krisen- und Verteidigungslagen. Im Mittelpunkt stehen klare Kommunikationswege, abgestimmte Abläufe und ein verlässliches Zusammenwirken der Schnittstellen zwischen zivilen und militärischen Akteuren.
DRK bringt haupt- und ehrenamtliche Expertise ein
Das DRK Hamburg wirkt mit über 100 haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften aus Sanitäts- und Betreuungsdienst, Pflegekräften sowie Teilnehmenden aus der Medical Task Force zur Versorgung, Transport und Behandlung von Verletzten und dem Kriseninterventionsteam an der Übung mit. Unter realistischen Bedingungen trainieren die beteiligten Organisationen das gemeinsame Lagebild, die Schnittstellenkommunikation, die Verantwortungszuweisung und die verbundene Einsatzkoordination. Die gewonnenen Erfahrungen fließen in eine bestmögliche Vorbereitung auf außergewöhnliche Einsatzlagen ein. „Krisenvorsorge und Bevölkerungsschutz gehören zu den Kernkompetenzen des DRK. Wir bringen unsere fachliche Erfahrung und ehrenamtliches Engagement mit großer Nähe zu den Menschen ein. Übungen wie Red Storm Charlie liefern uns Erkenntnisse, die wir nutzen, um uns auf den Ernstfall vorzubereiten. So können wir dann schnell, verlässlich und koordiniert handeln und die Bevölkerung effektiv schützen“, erläutert Dr. Joß Steinke, Vorstandsvorsitzender des DRK Landesverbands Hamburg e. V.
Zusammenarbeit an entscheidenden Schnittstellen stärken
Red Storm Charlie wird vom Landeskommando Hamburg der Bundeswehr geführt und knüpft an die Vorjahresübung Red Storm Bravo an. Das Übungskonzept wurde erweitert: Rund 60 Organisationen und etwa 500 Soldatinnen und Soldaten nehmen teil. Neben dem DRK Hamburg und weiteren Hilfsorganisationen sind unter anderem Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk beteiligt. Auch Unternehmen und Institutionen wie HHLA, Hamburg Airport, EDEKA und die Handelskammer Hamburg wirken mit. Zu den Übungsszenarien an den drei Tagen gehören Stromausfälle, Hubschrauberflüge, Massenanfall von Verwundeten ein Chemieunfall, sowie ein militärische Fahrzeugkolonnen. Damit entstehen komplexe Lagen, in denen viele Stellen gleichzeitig handeln müssen. Für das DRK ist besonders wichtig, die zivilen Hilfeleistungsstrukturen auch unter erschwerten Bedingungen aufrechtzuerhalten und die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Partnern praktisch zu überprüfen. Gleichzeitig Widerstandsfähigkeit dient Hamburgs Handlungsfähigkeit in die zu Übung dazu, die stärken und die Hamburg organisationsübergreifend weiterzuentwickeln.
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